Illustratives Musterportfolio Agathos Welt

M7 Absolute Return Portfolio

Definition des Anlageauftrags

Gestattet sind Anlagen weltweit (M7 Länder: Schweiz, USA, Japan, Grossbritannien, Eurozone, Australien und Kanda). Der Anlageerfolg wird in CHF gemessen (Referenz-Währung). Erlaubt sind Aktien, Barreserven und/oder Staatsanleihen (Bonds). Es existieren weder Minimal- noch Maximalwerte für eine Anlagekategorie, jedoch darf die Summe der Anlagen 100% nicht überschreiten (= hebelfrei). Derivate Instrumente sind in keiner Form erlaubt. Das Mandat ist auf (positiven) Ertrag ausgerichtet und orientiert sich ausdrücklich nicht an der Zusammensetzung von Indizes (absolute Ausrichtung). Investitionsgrad und Anlagestruktur, bis hin zur Titelauswahl, sind ausschliesslich das Resultat der anlagetechnischen Beurteilung mittels Agathos Vektor Analyse, adaptiert und umgesetzt auf die Anforderungen eines spezifischen (hier selbst auferlegten) Anlageauftrags (Mandat).

Risiko-Toleranz

Eine allfällige Werterosion vom Gesamtwert des Mandates sollte 7.5% des Vorjahreswertes nicht überschreiten. 92.5% des aktuellen Marktwertes entspricht also der Schmerzgrenze (Risiko-Toleranz) in 12 Monaten. Siehe dazu die Grafik “Wertentwicklung”.

Ertrags-Ziel

Es wird mittelfristig ein annualisierter Ertrag von 10% oder darüber angestrebt, wobei mittelfristig sich auf einen Zeitraum von 36 Monaten bezieht.

Grafik Wertentwicklung

Gezeigt ist die tatsächliche Wertentwicklung des Portfolios, der theoretische, um das geschätzte unmittelbare Risiko bereinigte Wert (Taktischer Risikowert), sowie das Ertrags-Ziel (pro rata temporis) und die Risiko-Toleranz. Als Vergleich wird ebenfalls die Performance von inländischen Pensionskassen gezeigt. Im Zusammenhang mit der Performance von Pensionskassen ist anzumerken, dass diese de-facto ohne jeden Versuch anlagetechnischer Wertschöpfung geführt werden (indexierte Anlagen) und sämtliche Schwankungen der Anlagerisiken und damit verbunden auch der Anlageeffizienz “passiv” akzeptieren.

Das erste Quartal verlief klar und weit über den Erwartungen. Das gilt besonders wenn man die sehr hohe Nervosität an Finanzmärkten mit in das Urteil einbezieht. Der extreme Fokus auf Anlagen mit tiefem Risiko und geringer Risiko-Wahrscheinlichkeit hat sich bezahlt gemacht. Trotz der erheblichen Liquidität-Reserve stieg der Mandatswert im abgelaufenen Quartal um 17.7 %. Erfreulich wie dies ist, der kurzfristige Erfolg darf so keinesfalls in die nähere Zukunft extrapoliert werden. Der unerwartet rasche Anstieg einiger Anlagen blieb auch nicht ohne Folgen für das geschätzte taktische Risiko. Wesentlich früher als geplant erfolgten Glattstellungen in Engagements, ausschliesslich um die Summe der Risiken auf das angemessene Mass zurück zu bringen (siehe Transaktionsvolumen). Das inzwischen erzielte komfortable Polster zwischen Marktwert und Schmerzgrenze dürfte sich im Verlauf des Jahres als nützlich erweisen. Auch im 2. Quartal 2021 werden Märkte zwischen der Hoffnung auf Wachstum und der Furcht vor Inflation hin und hergerissen werden. Hinzu kommt die nun real gewordene Angst vor allen erdenklichen systemischen Krisen (analog Archegos Capital Management, Credit Suisse, Nomura Securities). Die anlagetechnischen Herausforderungen bleiben unverändert hoch.

Überwachung der Konformität

Sowohl im hier angewandten analytischen Konzept (Agathos Vektor Analyse) als auch in der Philosophie welche die Anlagemethodik und den spezifischen Stil dieser Form von Vermögensverwaltung untermauert, hat die fortlaufende Beurteilung von Risiko und dessen adäquate Kontrolle zentrale Bedeutung. Die nachstehende Grafik illustriert die routinemässige Überwachung des Portfolio Status im Vergleich zu den konkreten Parametern des Anlageauftrags. Angegeben ist jeweils die Marge zwischen “Soll” und “Ist” Zustand des Portfolio.Verglichen wird der um das jeweilige Risiko bereinigte Wert des Portfolio. Risiko Summe entspricht einem denkbaren Szenario in dem sämtliche (geschätzten) Anlagerisiken zeitgleich manifestieren und zwar ohne zeitnahe anlagetechnische Intervention. Taktisches Risiko entspricht den gleichen Risiken aber gewichtet nach ihrer jeweiligen, vermuteten Wahrscheinlichkeit. Der risikobereinigte Wert jeder Anlage verhält sich vergleichsweise konstant. Preis und Wahrscheinlichkeit ändern hingegen deutlich häufiger. Risiko steigt also mit zunehmendem Gewinn aber eine Neubewertung der Wahrscheinlichkeit ist in der Regel der dominante Faktor dieser Kalkulation. Es ist diese Dynamik, der von Zeit zu Zeit mittels Umschichtungen Rechnung getragen wird (z.B. Februar/März 2021), wenn der Investitionsgrad gleich gehalten wird, während Risiken hinsichtlich Auswirkung und/oder Wahrscheinlichkeit verbessert werden.

In der Grafik entsprechen positive Werte einem Puffer über den Anforderungen der Parameter. Beispiel: Ende März liegt der Marktwert des Portfolio um ca. 25% über der Risiko-Toleranz und um ca. 15% über dem Ertrags-Ziel. Sollten sich sämtliche vermuteten Risiken über Nacht manifestieren, wäre der verbliebene Wert des Mandates immer noch mehr als 5% über der Schmerzgrenze. Bereinigt um das taktische Risiko erfüllt die Wertentwicklung trotzdem noch die Anforderung an das Ertragsziel.

Investitionsgrad

Trotz der grundsätzlichen Zurückhaltung gegenüber dem fragilen Zustand der Finanzmärkte konnten im  M7 Anlageuniversum (mit ca. 700 Gesellschaften) genügend Titel mit ansprechendem Verhältnis von Risiko und Ertrags-Chancen identifiziert werden. So wurde der Investitionsgrad rasch in die beabsichtigte Bandbreite gebracht. Wertsteigerungen hoben diesen zeitweise leicht über die Obergrenze von derzeit 80%. In der Grafik kaum erkennbar sind Umschichtungen, welche zur Reduktion des taktischen Risiko vorgenommen wurden.

Die Grafik zeigt die jeweiligen Summen von nicht realisierten Gewinnen bzw. nicht realisierten Verlusten, ausgedrückt im Verhältnis zur Summe des Buchwertes aller Anlagen (ohne Liquiditätsreserve).

Beim überwiegenden Teil der Anlagen befindet sich der aktuelle Marktwert bereits deutlich über dem Einstandwert. Dies ist wird in einigen Ländern durch den Anstieg der jeweiligen Währung zum Schweizer Franken verstärkt.

Die nachstehende Grafik zeigt Transaktionen (pauschal) ausgedrückt als Prozent des Portfolio (Marktwert) des jeweiligen Vormonats. Käufe und Verkäufe sind getrennt gezeigt. Als Säulen-Diagramm gezeigt ist die Hälfte des kumulierten Transaktionsvolumen (Käufe und Verkäufe). Aus den oben erwähnten Gründen war die bisherige Umschlaghäufigkeit des Portfolios höher als erwünscht. Gleichwohl spiegelt dies wohl ebenfalls den Zustand der Finanzmärkte, überreif im Zyklus, extrem bewertet, nervös und ohne klare Thematik. Dies manifestiert sich in stark ausgeprägter innerer (Sektor Rotationen) und äusserer Volatilität (Preis Instabilität).

Das Transakationsvolumen ist wesentlich höher als geplant. Dies ist nicht zuletzt die Folge der unerwartet raschen Preisschüben der im Januar und Februar gekauften Titel. Aus dieser Entwicklung ergab sich im Berichtszeitraum ein Konflikt zwischen Titelauswahl und Anlagepolitik, der zu Gunsten der Limitierung von Risiko entscheiden wurde. Der Einhaltung des Bandbreite für den Investitionsgrades wurde der Verzug gegeben über der Versuchung zusätzlicher Investitionen. Folglich wurden im Berichtszeitraum Käufe durch zeitnahe Glattstellung bestehender Positionen finanziert.

Die folgende Tabelle zeigt abgeschlossene Transaktionen im Detail. Die gezeigte Umsatzrendite berechnet sich aus der Summe aller realisierten Gewinne und Verluste, im Verhältnis zur Summe der glattgestellten Investitionen (Gewichtung nach eingesetztem Kapital).

Die Tabelle sollte im Zusammenhang mit den Grafiken “Investitionsgrad”, “Transaktionsvolumen” und “Status der Anlagen” gesehen werden.